Warum Spaltungen?

Apostelgeschichte 14,1
Es geschah aber in Ikonion, daß sie wieder in die Synagoge der Juden gingen und so predigten, daß eine große Menge Juden und Griechen gläubig wurde.

Wie sie bereits in Zypern und auch in Antiochien getan hatten, so verkündeten Paulus und Barnabas auch weiter in der Synagoge der Juden und auch unter den Heiden (Griechen). Viele von denen, die das Wort Gottes hörten, glaubten und es gab eine große Hinwendung an Gott in dieser Stadt Ikonium. Aber nicht alles war angenehm und wunderbar.

Apostelgeschichte 14,2
Die Juden aber, die ungläubig blieben, stifteten Unruhe und hetzten die Seelen der Heiden auf gegen die Brüder.

Manchmal denken wir vielleicht, daß Frieden und Harmonie herrschen sollte, wenn Gott sein Wort verkünden läßt. Aber das ist nicht immer so. An jedem Ort, wo Paulus und Barnabas Gottes Wort verkündeten, da regten sich die Leute aus der etablierten religösen Gesellschaft auf und dies endete in Durcheinander und auch in Spaltunge in diesen Orten. Was hier in Ikonium geschah war kein Einzelfall. Wir erinnern uns, sie waren auch gerade von Antiochien in Pisidien ausgewiesen worden, weil sie Gottes Wort geredet hatten. Hielt nun diese negative Einstellung der Ungläubigen Paulus und Barnabas davon ab, weiter das Wort Gottes zu verkünden? Nein, keineswegs.

Apostelgeschichte 14,3
Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.

Wir konnten Paulus und Barnabas aufhören, Gottes Wort zu verkünden, wenn Gott das Wort doch immer mit Zeichen und Wundern bezeugte? Aber trotz der vielen Zeichen und Wunder durch Gottes Gnade, welche die Leute sahen, gab es immer noch solche, die nicht Gottes wunderbares und mächtiges Wort glauben wolten.

Apostelgeschichte 14,4
Die Menge in der Stadt aber spaltete sich; die einen hielten's mit den Juden und die andern mit den Aposteln.

In der Stadt Ikonium gab es Spaltungen und Durcheinander. Nicht nur ein Haus oder eine Synagoge war gespalten, die Menge in der ganzen Stadt spaltete sich. Der Aufruhr legte sich auch nicht, als Paulus und Barnabas weiter Gottes Wort redeten und Zeichen und Wunder geschahen. Die Spannung und die Spaltungen nahmen zu, bis schließlich einige ein Attentat planten.

Apostelgeschichte 14,5
Als sich aber ein Sturm erhob bei den Heiden und Juden und ihren Oberen und sie sie mißhandeln und steinigen wollten,

Die Spaltungen in der Stadt entwickelten sich so weit, daß es einen Aufruhr und gewalt in der Stadt gab. Auch da würden einige wohl sagen, so etwas gäbe es nicht bei einer Sache, die wirklich mit Gott zu tun hat. Und doch ist genau das, was hier geschah und was auch heute noch an vielen Orten geschieht, wenn die Wahrheit des Wortes Gottes verkündet und geglaubt wird. Satan und seine Mächte der Finsternis, die hinter den Systemen dieser Welt stehen, selbst hinter der Verhüllung von Religion, werden sich aufregen und kämpfen, wenn das Wort Gottes freimütig verkündet wird. Das Böse versteckt sich in der Finsternis dieser Welt, und es wird negativ reagieren, wenn es ins Licht des recht ausgeteilten Wortes Gottes gerät. Friede und Harmonie sind nicht das Zeugnis für eine echte von Gott gewirkte Erweckung. Spaltungen und Aufruhr sind aber ebenfalls keine Zeichen für ein echtes Wirken Gottes. Gottes Kraft, die in Zeichen und Wundern sichtbar wurde, war das Zeugnis, welches der Predigt des Wortes von Gottes Gnade folgte.

Apostelgeschichte 14,5-6
Als sich aber ein Sturm erhob bei den Heiden und Juden und ihren Oberen und sie sie mißhandeln und steinigen wollten,
merkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, nach Lystra und Derbe, und in deren Umgebung

Paulus und Barnabas kamen gerade so eben mit ihrem Leben davon in Ikonium, aber sie gingen weiter und begannen auch am nächsten Ort damit, das Wort Gottes freimütig zu predigen. Nicht viele unter uns würden sich wohl über solche Ereignisse als Antwort auf das Wort Gottes freuen, trotzdem war dies eine großartige Sache Gottes.

Als Gläubige müssen wir gleichgesinnt fest auf dem Wort Gottes stehen und es freimütig weitergeben denen, die hören und glauben wollen. Natürlich müssen wir auch Freundlichkeit und die Liebe Gottes in unserem Leben haben und uns bemühen, die Einigkeit im Geist zu wahren durch das Band des Friedens. Wir sind alle Glieder des Leibes Christi und sollten als Gläubige nicht auf gespalten sein. Einigkeit ist von großer Bedeutung, wenn wir trotz Widerstand Gottes Wort freimütig verkünden wollen, denn solchen Widerstand wird es geben, sobald wir voran gehen und das Wort Gottes verkünden.

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Wolfgang Schneider

Original by Michael Cortright