Bekehrt euch zu dem lebendigen Gott

Apostelgeschichte 14,8-10
Und es war ein Mann in Lystra, der hatte schwache Füße und konnte nur sitzen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können.
Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, daß er glaubte, ihm könne geholfen werden,
sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.

Auch hier in Lystra, genau wie zuvor in Zypern, Antiochien und in Ikonium, folgten Zeichen und Wunder auf die Predigt des Wortes Gottes durch Paulus und Barnabas. Ein Mann, der noch nie hatte gehen können,wurde geheilt. Die Reaktion der Leute dort war ein wenig überraschend für Paulus und Barnabas.

Apostelgeschichte 14,11-12
Als aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme und riefen auf lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen.
Und sie nannten Barnabas Zeus und Paulus Hermes, weil er das Wort führte.

Jeder glaubt etwas, und diese Leute hier waren keine Ausnahme. Sie sahen die Kraft Gottes in dieser Wunderheilung, und sie glaubten. Aber WAS sie glaubten war, daß die Götter, von denen sie all die Jahre gehört hatten, nun herabgekommen waren und den Menschen gleich geworden waren. Solche Dinge hatten die Leute dort zuvor gehört, das waren sie gelehrt worden. Man kann nicht über das hinausgehen, was man gelehrt wurde. Nun aber mußten Paulus und Barnabas sie in der Wahrheit unterweisen und sie dahin bringen, sich dem einen wahren und lebendigen Gott zuzuwenden.

Apostelgeschichte 14,13-14
Und der Priester des Zeus aus dem Tempel vor ihrer Stadt brachte Stiere und Kränze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk.
Als das die Apostel Barnabas und Paulus hörten, zerrissen sie ihre Kleider und sprangen unter das Volk und schrien:
Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, daß ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.

In biblischen Ländern und zu jener Zeit war das "Zerreissen der Kleider" ein Zeichen großer Trauer oder Betroffenheit. Im Alten Testament wird erwähnt, daß Propheten, wie etwa Samuel, einen "Mantel" oder "Rock" als Symbol ihres Amtes trugen. Wenn sie in großer Not vor Gott waren, zerrissen sie ihren Mantel oder Rock.
Paulus und Barnabas zerrissen ihre Kleider, weil sie entsetzt waren über die Idee der Leute, sie als Götter anzubeten und zu verehren, auch konnten sie damit zeigen, daß sie unter den Kleidern genau so normale Menschen waren, wie die Leute aus Lystra auch.

Apostelgeschichte 14,15-18
Ihr Männer, was macht ihr da? Wir sind auch sterbliche Menschen wie ihr und predigen euch das Evangelium, daß ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.
Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen;
und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. -
Und obwohl sie das sagten, konnten sie kaum das Volk davon abbringen, ihnen zu opfern.

Paulus und Barnabas taten ihr bestes, um die Leute davon zu überzeugen, daß sie genauso Menschen waren wie die Leute in Lystra auch, und daß ihre Kraft, welche die Leute gesehen hatten, von der Predigt des Wortes Gottes herrührte. Sie ermutigten die Leute dann, sich abzuwenden von den Göttern und sich zu dem lebendigen Gott zu bekehren.

Apostelgeschichte 14,19
Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, und meinten, er wäre gestorben.

Das ist nur ein einziger Vers, aber er sagt uns sehr viel. Worte sind sehr mächtig. Durch Gottes kräftiges Wort konnte nun ein Mann gehen, der noch nie zuvor gehen konnte. Mit Worten waren auch die Leute in Lystra gelehrt worden, Jupiter und Merkur zu verehren und aufgrund dessen waren sie überzeugt, nun Paulus und Barnabas Opfer bringen zu müssen. Mit Worten überzeugten dann Paulus und Barnabas die Leute, daß sie sich von den Götzen abwenden und zu dem lebendigen Gott bekehren sollten. Und mit Worten ließen sich aber diese selben Leute von den Juden aus Antiochien und Ikonium überzeugen, daß Paulus ein böser Geselle sei, den man steinigen müßte. Glauben bedeutet, daß man Zuversicht hat in die Information, die einem gegeben wurde, und daß man dann danach handelt. Die Leute in Lystra ließen sich leicht überzeugen und sie handelten schnell.
Die Leute steinigten den Paulus und schleiften ihn aus der Stadt, "und meinten, er wäre gestorben." Der Text sagt uns, daß sie die Sachlage so beurteilten, daß er tot war. Sie fühlten vielleicht seinen Puls, hielten einen Spiegel vor seinen Mund, um zu testen, ob er noch atmete. Er war tot. Die meisten Leute, wenn sie die Sache kurz überprüfen, können feststellen, ob jemand tot ist. Sie hatten Paulus gesteinigt und tot vor den Toren der Stadt liegen lassen.

Apostelgeschichte 14,20
Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe;

Barnabas und die Jünger (solche, die Gottes Wort glaubten und befolgten) stellten sich rund um den Körper des Paulus auf und beteten. Resultat ihres Gebets war, daß Paulus wieder lebendig wurde. Er ging dann zurück in die Stadt, so daß alle sehen konnten, daß er am Leben war, und daß sie sich zu dem lebendigen Gott bekehren würden. Am nächsten Tag gingen Paulus und Barnabas dann weiter nach Derbe.

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Wolfgang Schneider

Original by Michael Cortright