Stille Zeit mit Gott

 

Kind - stille Zeit

Die Welt, in der wir leben, ist ein sehr lauter Ort. Wir machen Krach. Andere Leute machen Krach. Um uns herum gibt es Verkehr, Fernsehen, Musik, und eine Menge anderer Geräusche. Auf unsere Ohren treffen gewöhnlich viele Geräusche zur gleichen Zeit, und viel von dem tut absolut nichts, um Gott zu verherrlichen. Schon mal gedacht: "Ich kann mich nicht einmal mehr denken hören …" Bevor alles so laut und so voller Geräusche wird, und wir uns selber nicht mehr hören können, sollten wir versuchen, ganz gezielt stille Zeit mit Gott zu verbringen. Auch wenn wir mitten in all den Geräuschen denken und Gottes Wort reden können, brauchen wir aber auch besondere Zeiten der Stille allein mit Gott.

Jesaja 26,3:
Wer festen Herzens ist,
dem bewahrst du Frieden;
denn er verläßt sich auf dich.

"Fest" bedeutet "befestigt, angebunden". Gott verheißt, daß er uns Frieden bewahren wird, wenn wir unser Herz, unsere Gedanken, fest auf seine Gedanken gerichtet und dort "angebunden" haben.


Psalm 1,1–2:
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

Leute, die gesegnet sind, sind Leute, die sich von der Welt trennen können und sich Zeit für Gott nehmen und sich auf ihn konzentrieren. Leute, die über Gottes Gesetz "Tag" und "Nacht" nachsinnen.


Du kannst Deinen Tag allein mit Gott beginnen, bevor alles so richtig losgeht.
Jesus Christus hat das gemacht.

Markus 1,35:
Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.

David hat das auch gemacht.

Psalm 5,4:
HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.


Auch während des Tages kannst Du einige erfrischende Minuten einrichten, um zu Gott zu beten.

Apostelgeschichte 10,9:
Am nächsten Tag, als diese auf dem Wege waren und in die Nähe der Stadt kamen, stieg Petrus auf das Dach, zu beten um die sechste Stunde.

Petrus war treu und betete täglich und verbrachte stille Zeit mit Gott. Dieser Verse hier ist Teil des Berichts, wie die Heiden zum erstenmal Gottes Wort hörten, als Petrus eine Offenbarung empfing, daß er diese, die da "auf dem Wege waren" zurück zum Haus des Kornelius begleiten sollte.


Jesus Christus verbrachte auch während der Nacht Zeit allein mit Gott.
Jesus betete eine ganze Nacht lang, bevor er dann die 12 Apostel erwählte.

Lukas 6,12–13:
Es begab sich aber zu der Zeit, daß er auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott.
Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger und erwählte zwölf von ihnen, die er auch Apostel nannte: "

Auch König David legte großen Wert darauf, nachts Zeit allein mit Gott im Gebet zu verbringen.

Psalm 119,148:
Ich wache auf, wenn's noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort.

In diesem Verse sehen wir, wie David schon froher Erwartung aufwachte, sogar als es noch dunkel war, um über Gottes Wort nachzudenken. So früh war es noch stille, um ungestört über Gott und sein Wort nachzusinnen.


Einige Verse in Psalm 63 berichten ebenfalls davon, wie David sich während des Tages Zeit für Gott nahm. Wir sehen die Einstellung des Mannes, den Gott sich zum König über sein Volk erwählte, und wie er immer wieder Zeit für Gott einplante.
 
Psalm 63,2–9:
Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.
So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.
Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich.
So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben.
Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.
Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich.

Nimm auch Du Zeit für Gott, um Dich zu erquicken und Gott besser zu kennen. Er ist Dein Vater. Im Schatten seiner Flügel und in seinem Heiligtum kannst Du einen ruhigen Ort finden, um Zeit mit ihm zu verbringen.

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Wolfgang Schneider

Original by Christine Cortright